Ein Plädoyer für die Zeit

20161012_170745.jpgManchmal haben wir viel. Oft wenig. Hin und wieder auch gar keine. (Wie kann das eigentlich sein?)

Jetzt, wo ich darüber nachdenke, fällt mir umso mehr die Vielfalt auf, mit der wir Zeit beschreiben.

Ich kann mich noch gut an die Zeit (hier ist sie wieder!) erinnern, als mein Sohn noch kein Konzept von Vergangenheit und Zukunft hatte. Er erlebte alles im Augenblick. Das war eine sehr schöne und inspirierende Zeit.

Ich genieße diese Woche meine Urlaubszeit zu Hause. Ich nehme sehr bewusst wahr, wann die Zeit schneller und wann sie langsamer vergeht. Und gestern Abend hätte ich sie am liebsten angehalten, weil die Hälfte meiner freien Zeit bereits vorüber ist.

Ich wünsche mir regelmäßig mehr Zeit mit meiner Familie. Ich freue mich auf die Vorweihnachtszeit, wenn alles leuchtet und lecker nach vielen Gewürzen duftet. Und warum ist ‚Zeit verschenken‘ eigentlich negativ behaftet?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit freue ich mich über einen Grund zu lachen. Denn das verändert Zeit und Raum, finde ich. Jetzt gerade nehme ich mir Zeit für mich, um diese Zeilen hier zu schreiben und eine Pause im Alltag zu machen. Das sind Momente, in denen ich am liebsten die Zeit vergesse.

Du kannst dich sicher auch an Momente erinnern, in denen für dich die Zeit still gestanden hat.

Das ist mein Plädoyer für die Zeit. Weil sie genau genommen immer gleich ist. Jedoch steht es dir und mir frei, jeden Augenblick so zu beschreiben, wie du oder ich ihn wirklich erleben.

Leg die Floskeln beiseite und lass uns zeitlos werden…